Zu meinen aktuellen Arbeiten

Auch in meiner aktuellen Arbeit setze ich mich intensiv mit der Lebendigkeit der farbigen Flächen auseinander.

Diese entsteht einerseits durch die Übermalung vergangener Arbeiten auch durch bewusst pastosen Farbauftrag in unteren Schichten, die durchscheinen oder durch ihre Strukturen noch spürbar sind.

Diese Bilder sind für mich wie das Leben: Weiterentwicklungen. Eines entwickelt sich aus dem Anderen. Vorherige Erfahrungen sind prägend und oft auch spürbar im Nachfolgenden.

Gedankenfetzen, spontane Gefühle, aufkommende Themen werden kalligrafisch oder durch die Bildtitel mitverarbeitet und somit kommuniziert.

Die Art des Farbauftrages, dick und narbig, glatt, verwaschen, grafisch, verlaufen, tränengleich, verwoben mit Titel und Text, ergeben eine Einheit und lassen immer wieder tiefe Einblicke zu.

 




Meine Arbeiten aus Sicht des Kunsthistorikers Stefan Ackermann

(Auszug aus einem Artikel des "Südhessen Morgen"):

" Ausführlich ging Ackermann auf das vorhandene handwerkliche Können und die Formensprache der Künstlerin ein. Als Grundvoraussetzung für das Entstehen von Kunst bezeichnete der Experte die handwerkliche Fertigkeit, wie dies die Bilder von Cornelia Komor bezeugten. In den glatt gestrichenen Flächen erkennt der Betrachter immer eine unbewusste, intuitiv oder bewusst geplante Struktur. Diese gestaltet sie mit der Art und Weise des Farbauftrages.

Es gibt Partien, die wirken durchsichtig, hervorgerufen durch dünne Lasuren, die zum Teil geschichtet und lackartig glänzend sind. Im Gegensatz dazu stehen die trockenen und spröden Flächen, die die Leinwand, Farben übermalter Bilder und Gipsbinden durchscheinen lassen.

Die Acryl-Farben trägt Cornelia Komor mit dem Spachtel dick auf und modelliert sie, so dass eine vage Tendenz in die dritte Dimension in den Raum hinein entsteht. Daraus ergibt sich auch der Titel der Ausstellung 'Von der Tiefe der Fläche' erklärbar.

Gerade bei den stark verkrusteten, dicken Passagen, ergeben sich kleine Miniaturformate im Großbild, imaginierte Miniaturlandschaften. Schließlich gibt es noch Stellen, in denen Farbe "gelaufen" ist, sich Schlieren und Tropfen gebildet haben. Das Formenvokabular von Cornelia Komor sei geprägt durch Gegensätze, so Ackermann.

Und als mutig, aber ausgesprochen künstlerisch delikat, bezeichnete der Experte die Farbzusammenstellungen. Die gegebenen Titel ließen zudem dem Betrachter einen großen Freiraum für eigene Interpretationen. "


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